Häufig gestellte Fragen

Zurück zur Startseite

Gezielte Informationen suchen und verstehen

1. Wie finde ich heraus, zu welchem Wirtschaftszweig meine Branche gehört?

Die Definition der Wirtschaftszweige im IHK-Fachkräftemonitor basiert auf der europäischen Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008/NACE). Hierin wird die wirtschaftliche Tätigkeit von Unternehmen, Betrieben und anderen statistischen Einheiten nach einer einheitlichen Systematik erfasst. Die Klassifikation ist hierarchisch gegliedert und umfasst insgesamt fünf Gliederungsebenen - Wirtschaftsabschnitte, Abteilungen, Gruppen, Klassen und Unterklassen. Eine detaillierte Liste aller Branchen mit ihren dazugehörigen WZ 2008-Nummern stellt das Statistische Bundesamt zum Herunterladen (pdf) zur Verfügung: Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008).

Quelle: WifOR, 2017, eigene Darstellung.

2. Wie finde ich heraus, zu welcher IHK-Region meine Stadt bzw. mein Landkreis gehört?

Die IHK-Regionen in Bayern sind über die Landkreise abgrenzbar. In Klammern stehen die dazugehörigen Regions- bzw. Kreiskennziffern, mit deren Hilfe Sie auch die Zugehörigkeit einer Gemeinde zu einem Kreis feststellen können (die ersten fünf Nummern der Gemeindekennziffer entsprechen der Kennziffer des Stadt- bzw. Landkreises):

Quelle: WifOR, 2017, eigene Darstellung.

3. Mich interessiert ein spezieller Landkreis/eine Region, der/die nicht im Monitor aufgeführt ist. Kann ich die Daten dazu erhalten?

Im Fachkräftemonitor werden das Fachkräfteangebotspotenzial und das Fachkräftenachfragepotenzial für Bayern abgebildet. Eine noch tiefere Regionalanalyse, zum Beispiel für einzelne Städte, Metropolregionen oder Landkreise, ist aus Gründen der Repräsentativität der Daten derzeit leider noch nicht möglich.

4. Ich möchte nach einem bestimmten Beruf suchen, finde ihn aber nicht im Auswahlmenü.

Aus Gründen der Repräsentativität müssen einzelne Berufe zu Berufsgruppen zusammengefasst dargestellt werden. Bitte verwenden Sie die Berufsauswahlliste, die in der Mitte des linken Navigationsbereichs angebracht ist. In der Berufsauswahlliste sind mehr als 2.400 Berufe hinterlegt. Jeder dieser Berufe ist einer der 105 Berufsgruppen zugeordnet, die auf der Grundlage der Klassifizierung der Berufe 2010 der Bundesagentur für Arbeit erstellt wurden. Sie werden automatisch in die zugehörige Berufsgruppe verlinkt, wenn Sie einen der Berufe in der Berufsauswahlliste auswählen.

Die Klassifikation der Berufe 2010 wurde im Jahr 2011 in die statistische Berichterfassung eingeführt und umfasst fünf Gliederungsebenen, in denen die Berufe nach ihrer Ähnlichkeit anhand der sie auszeichnenden Tätigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse gebündelt sowie nach dem Anforderungsniveau eingeordnet werden (siehe näheres hierzu: KldB 2010 der Bundesagentur für Arbeit).

5. Werden Selbstständige oder Freiberufler im IHK-Fachkräftemonitor berücksichtigt?

Die Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit bildet die grundlegende Datenbasis des IHK-Fachkräftemonitors. Dies bedeutet, dass im IHK-Fachkräftemonitor sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigte berücksichtigt werden, jedoch nicht die gesamte erwerbstätigte Bevölkerung. Somit werden Freiberufler nur insofern berücksichtigt, wie sie sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind; Selbstständige werden bei der Berechnung der IHK-Fachkräftemonitors nicht mit einbezogen.

Dies kann dazu führen, dass Berufsgruppen, die einen hohen Anteil an Selbstständigen oder selbstständigen Freiberuflern aufweisen, ein geringeres Fachkräfteangebots- und –nachfragepotenzial im IHK-Fachkräftemonitor aufweisen als beispielsweise in der Erwerbstätigenstatistik. Beispielhaft kann die Berufsgruppe der Juristen angeführt werden.

6. Ich verstehe die Berufsgruppen nicht - wie finde ich heraus, zu welcher Gruppe ein bestimmte Berufe gehören?

Sie können im Monitor über die Suchfunktion (links) nach Berufen suchen. Es werden alle Treffer sowie die zugehörige Berufsgruppe und das Qualifikationsniveau ausgegegeben.

Die Berufeliste können Sie hier als Excel-Sheet herunterladen.

7. Ich habe bei einer Berufsgruppe, die mich betrifft, einen Fachkräfteengpass oder -überschuss entdeckt. Was bedeutet das für mich als Arbeitnehmer bzw. Arbeitgeber?

Bei einem Fachkräfteengpass sind nicht ausreichend Fachkräfte einer Berufsgruppe für die von den Unternehmen zu besetzenden offenen Stellen vorhanden. Für Arbeitnehmer bedeutet dies, dass sie gute Beschäftigungschancen haben. Im gegengesetzten Fall - bei einem Fachkräfteüberschuss - sind die Beschäftigungschancen für die Arbeitnehmer vergleichsweise schlechter, da sich zum Beispiel viele Bewerber für eine offene Stelle interessieren werden, wodurch sich wiederum die Arbeitgeber in einer günstigeren Verhandlungsposition wiederfinden.
Bitte beachten Sie dabei: Im Fachkräftemonitor werden - aus Gründen der Repräsentativität - nur die Ergebnisse für das Aggregat „Berufsgruppe“, „Berufe in recht und Verwaltung - Experte“, ausgewiesen und nicht die Ergebnisse für einzelne Berufe, wie z.B. Notar/in, Rechts-anwalt/Rechtsanwältin, Richter/in, Staatsanwalt/Staatsanwältin, Insolvenzverwalter/in. Daher kann es, insbesondere wenn der von Ihnen gesuchte Berufsbegriff nicht zu den Berufen gehört, die am häufigsten in der jeweiligen Berufsgruppe auftreten, zu abweichenden Ergebnissen kommen.

Daten

8. Welche Daten fließen in das Berechnungsmodell ein?

In die Berechnung des Fachkräfteangebotspotenzials fließen Daten der Bundesagentur für Arbeit, des Statistischen Bundesamtes, des Statistischen Landesamtes Bayern, des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung und der bayerischen Industrie- und Handelskammern in das Modell ein. In die Berechnung des Fachkräftenachfragepotenzials gehen im Wesentlichen die Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfragen ein. Die bayerischen Industrie- und Handelskammern befragen dreimal pro Jahr ihre Mitgliedsunternehmen nach ihrer Geschäftslage, ihren Geschäftserwartungen sowie ihrer geplanten Beschäftigungsentwicklung.

9. Wie aktuell sind die Daten und wie häufig wird das Berechnungsmodell aktualisiert?

Der Fachkräftemonitor wird einmal pro Jahr aktualisiert. Hierbei werden immer die aktuellsten verfügbaren Datenbestände in das Modell integriert und die Änderungen relevanter struktureller, wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen berücksichtigt. Der derzeitige Datenstand ist überwiegend aus dem Jahr 2017.

10. Welcher Anteil der Erwerbstätigen wird abgebildet?

Es werden ca. 80% aller bayerischen Erwerbstätigen in dem Berechnungsmodell berücksichtigt.

Methodik

11. In welchem Maße wird die Migration im Modell berücksichtigt?

In der aktuellen Modellierung der Prognosejahre wird die Binnenwanderung berücksichtigt, da die Wanderungsbewegungen je nach Bundesland einen großen Einfluss auf das Angebotspotenzial haben. Dies erfolgt durch eine Fortschreibung der arbeitsmarktrelevanten Wanderungssalden (innerhalb Bayerns und zwischen den Bundesländern) für die Jahre 2011 bis 2015.

Zusätzlich wird die Auslandsmigration in der Modellierung berücksichtig. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels und dem damit einhergehenden Rückgang des Angebots an Fachkräften ist davon auszugehen, dass die Auslandsmigration zu einem Anstieg des Angebotspotenzials am aktuellen Rand führt. Dies erfolgt durch eine Fortschreibung der Salden (Jahre 2000 bis 2016) ausländischer, sozialversicherungspflichtig sowie geringfügig entlohnt Beschäftigter. Die Salden wurden um Binnenmigration sowie Wechsel in und aus Arbeitslosigkeit bereinigt

12. Welche formalen Bildungsabschlüsse entsprechen den vier Qualifikationsniveaus?

Die dem Fachkräftemonitor zugrundeliegende Einstufung der Berufe in die vier Qualifikationsniveaus stammen aus der Berufsklassifizierung der Bundesagentur für Arbeit.

Quelle: WifOR, 2018, eigene Darstellung.

13. Im Monitor wird zwischen dem absoluten Fachkräfteengpass/-überschuss und dem Fachkräfteengpass/-überschuss in Prozent unterschieden. Was bedeutet das genau?

Der absolute Fachkräfteengpass bezieht sich auf die Differenz zwischen der Nachfrage der Unternehmen an Fachkräften und dem Angebotspotenzial von Fachkräften. Bei der Darstellung des Fachkräfteengpasses/-überschusses in Prozent wird der errechnete Engpass/Überschuss in Relation zur Nachfrage gesetzt.

14. Warum werden die Linien der Kurven im dargestellten Zeitverlauf bis zum Jahr 2030 immer breiter und was ist der Nachfrage-Trend?

Das Berechnungsmodell liefert Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Angebotes an und der Nachfrage an Fachkräften. Da Prognosen immer mit Unsicherheiten behaftet sind, wurden neben der gestrichelten Linie, die das Kernszenario mit der höchsten Realisierungswahrscheinlichkeit darstellt, breiter werdende Korridore mit hohen Eintrittswahrscheinlichkeiten eingezeichnet. Die Daten der gestrichelten Linie werden in den Datenpunkten in dem Pop-Up Fenster angezeigt. Zusätzlich wird ab dem Jahr 2018 der Nachfrage-Trend ausgewiesen. Diese verdeutlicht den Verlauf der Fachkräftenachfrage seitens der Unternehmen, sofern konjunkturelle Einflüsse auf die Fachkräftenachfrage herausgerechnet werden.

15. Welches Renteneintrittsalter liegt dem Fachkräftemonitor zugrunde?

Das durchschnittliche Renteneintrittsalter in Deutschland steigt seit einigen Jahren immer weiter an und wird laut Prognosen der IAB auch zukünftig ansteigen. Deshalb sind in der aktuellen Modellierung die Renteneintritte alle Qualifikationen an das gesetzliche Renteneintrittsalter angepasst. Dieses liegt im letzten IST-Jahr bei 65 Jahren und steigt dynamisch auf 67 Jahren bis 2030.

Sonstiges

16. Liegt das tatsächliche Renteneintrittsalter nicht unter dem gesetzlich geltenden Renteneintrittsalter?

Das tatsächliche Renteneintrittsalter liegt in Deutschland in nahezu allen Wirtschaftszweigen und Regionen unterhalb des gesetzlich geltenden Renteneintrittsalters. Dies resultiert unter anderem daraus, da Arbeitskräfte beispielsweise aufgrund verminderter Erwerbsfähigkeit oder durch die Inanspruchnahme von Altersteilzeitprogrammen früher als gesetzlich vorgeschrieben in die Rentenphase eintreten.
Sofern das tatsächliche Renteneintrittsalter unter dem gesetzlichen liegt, geht das Angebotspotenzial bei gleichbleibendem Nachfragepotenzial zurück, weshalb die tatsächlich vorherrschenden Fachkräfteengpässe größer ausfallen, als im Fachkräftemonitor ausgewiesen.
Die Modellierung des berufsspezifischen Renteneintrittsalters im Fachkräftemonitor kann aufgrund der vorliegenden Datenlage nicht erfolgen, weshalb das Renteneintrittsalter an das gesetzliche angepasst ist (siehe Frage 17).

17. Welche technischen Voraussetzungen werden benötigt, um den Fachkräftemonitor nutzen zu können?

Generell kann der Fachkräftemonitor mit jedem verfügbaren Internet-Browser geöffnet und genutzt werden, da sowohl eine HTML5.0 als auch eine Flashversion des Fachkräftemonitors vorhanden ist. Um die optimierte Benutzung des Fachkräftemonitors gewährleisten zu können, wird die Nutzung der HTML5.0-Version empfohlen. Hierfür müssen als Browser mindestens der Internet Explorer 9, Chrome 4, Opera 10, Firefox 3.6 oder Safari 3.0 installiert sein. Sollte eine ältere Browserversion vorliegen, wird automatisch eine Zwischenseite aktiviert, die Sie auf die Flashversion verlinkt.

18. Ich habe eine interessante Abbildung entdeckt, wie kann ich diese Dritten zeigen?

Einerseits können Sie Ihre Ergebnisse per E-Mail verschicken, indem Sie den Link in der Adresszeile kopieren und dann per Mail versenden. Der Empfänger wird durch Anklicken des Links zu den von Ihnen gefundenen Ergebnissen weitergeleitet. Andererseits besteht die Möglichkeit, die Abbildung über den "Drucken"-Button bzw. die Druckfunktion in Ihrem Browser zu vervielfältigen. Um alle Details einer Abbildung auch im Ausdruck gut erkennen zu können, empfiehlt es sich in Farbe und im Querformat zu drucken.

19. Wie können die gewählten Einstellungen rückgängig gemacht werden?

Die getroffene Auswahl der Berufsgruppen kann über den Button "Auswahl zurücksetzen" gelöscht werden. Es erscheint infolge ein leeres Fenster mit dem Hinweis, dass eine Abbildung aufgrund statistischer Gründe (zu geringe Fallzahlen) nicht möglich ist. Sie können dann über die linke Navigationsleiste neue Berufsgruppen auswählen. Haben Sie zuvor über die Kopfleiste oberhalb der Abbildung eine bestimmte Region oder einen bestimmten Wirtschaftszweig ausgewählt, bleibt diese Auswahl auch nach dem Klick auf den "Auswahl zurücksetzen"-Button erhalten. Um diese Einstellungen zu verändern, müssen Sie die Branchen- bzw. Regionsauswahl über die Auswahlmenüs in der Kopfzeile abändern.

Ihre Ansprechpartner

  • Sie erwarten einen hohen Fachkräfteengpass und fragen sich, wie Sie diesem begegnen können?
  • Sie haben Anregungen, Fragen oder Wünsche zum Fachkräftemonitor Bayern?

Sprechen Sie uns an!

IHK Aschaffenburg

Maria Bausback
+49 (0) 6021 / 880-116
bausback@aschaffenburg.ihk.de

IHK zu Coburg

Björn Cukrowski
+49 (0) 9561 / 7426-27
bjoern.cukrowski@coburg.ihk.de

IHK für München und Oberbayern

Sebastian John
+49 (0) 89 5116-1109
john@muenchen.ihk.de

IHK für Niederbayern in Passau

Christina Auberger
+49 (0) 851 / 507-201
auberger@passau.ihk.de

IHK Nürnberg für Mittelfranken

Ronald Smutny
+49 (0) 911 1335-112
ronald.smutny@nuernberg.ihk.de

IHK für Oberfranken Bayreuth

Malte Tiedemann
+49 (0) 921 / 886-107
tiedemann@bayreuth.ihk.de

IHK Regensburg für Oberpfalz/ Kelheim

Sibylle Aumer
+49 (0) 941 5694-244
aumer@regensburg.ihk.de

IHK Schwaben

Christine Neumann
+49 (0) 821 / 3162-318
christine.neumann@schwaben.ihk.de

IHK Würzburg-Schweinfurt

Isabel Schauz
+49 (0) 931 4194-358
isabel.schauz@wuerzburg.ihk.de